Bäume

„Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden“
Erich Kästner (1899 bis 1974)

Baumleben verbindet Menschenleben

Der Mensch pflegt von jeher eine besondere Beziehung zu Bäumen: Sie bieten ihm Schutz vor Sonne und Regen, ihr brennendes Holz wärmt ihn, ihre Früchte ernähren ihn. Aus Bäumen werden Möbel, Häuser und Brücken gebaut, und allein ihr Anblick bereitet Freude. In Märchen, Mythen und in der Literatur spielen sie deshalb eine große Rolle. Noch heute können wir Bäume bestaunen, die in vergangenen Epochen zu verschiedenen Anlässen – Geburt, Tod, Heirat, Staatsgründungen oder Dorffesten – gepflanzt wurden: als Schattenspender und zum Schmuck, in Parks zur Erholung und Erbauung oder zum Schutz wertvoller Biotope. Bäume leben länger als ein Mensch und verbinden uns mit den vergangenen und den kommenden Generationen. In der nordischen Mythologie war Ygg­drasil, die Weltenesche, die ihre Äste bis in den Himmel erhebt, eine heilige Gottheit. Ihre drei nährenden Wurzeln reichen bis nach Asgard, dem Wohnort der Götter, in das Riesenland Jotunheim und in die Unterwelt. Täglich versammeln sich in ihrem Schatten die Götter, um Rat zu halten – bis zum Weltuntergang.

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