Kur- und Krankenhausgärten

Licht, Luft und Sonne

Um 1850 wurde Berlin mit seinen etwa 300.000 Einwohnern als die am meisten stinkende Stadt Europas bezeichnet. In Sachen Hygiene herrschten hier noch mittelalterliche Verhältnisse. Schweine wurden in den Vorgärten der Häuser gehalten und das Nachtgeschirr auf die Straße entleert. Die 9.000 Brunnen lagen oft neben Aborten und Misthaufen. Immer wieder kam es deshalb zu Epidemien wie Cholera, Typhus und Tuberkulose.

Die 1710 als Pesthaus gegründete Charité konnte nicht mehr alle Kranken aufnehmen. Schrittweise wurden die Krankenhäuser nun in das Berliner Umland verlegt und mit großzügigen Erholungsgärten ausgestattet. Die Ränder des Prenzlauer Bergs, aber vor allem die Dörfer Weißensee, Pankow und Buch boten mit ihren Wiesen, Wäldern und Feldern ausreichend Platz für Krankenhäuser und Kurgärten. Bis heute ist man in der Medizin davon überzeugt, dass nach einer Akutbehandlung der Aufenthalt in der frischen Luft zur Genesung beiträgt.

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