Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Wälder und Friedhöfe

Natur pur in Pankow

Für die Rechte der Natur!
Über die Anfänge des Naturschutzes

Den Begriff „Naturschutz“ prägte 1888 der Berliner Klavierprofessor Ernst Rudorff (1840–1916). Wie jedes Kulturgut sollte auch die Heimat geschützt werden. Seit Ende des 19. Jahrhunderts schlossen sich Bürger in Initiativen und Organisationen, wie dem Bund für Vogelschutz oder dem Bund Heimatschutz, zusammen, gründeten Wandervereine oder Zirkel im Geist der Lebensreform. Während die sozialdemokratisch geprägten „Naturfreunde“ vor allem der freie Zugang zur Natur bewegte, kämpften die Mitglieder der Vogelschutzvereine gegen den Vogelfang für Modezwecke.

1898 forderte der preußische Abgeordnete Wilhelm Wetekamp (1859–1945) die Einrichtung von „Staatsparks“ nach dem Vorbild der Nationalparks in Amerika. Nachdem der Botaniker Hugo Conwentz’ (1855–1922) im Jahr 1904 seine im Auftrag des preußischen Staates verfasste Denkschrift „Die Gefährdung der Naturdenkmäler und Vorschläge zu ihrer Erhaltung“ veröffentlicht hatte, wurde 1906 erstmals eine Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen eingerichtet. 1919 hielt der Naturschutz Einzug in die Weimarer Verfassung.

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